Die Eiszeit ist vorbei

Erstellt am 17 Feb 2016 von Stefan TIEDEMANN.

So langsam verschwindet das Eis wieder vom Wasser. Das gilt in meinen Gewässern als eine Art Startschuss für die Laichvorbereitungen der Barsche. Dazu suchen sie sich flache Bereiche eines Gewässers. Je nachdem wie groß diese Bereiche ausfallen, wähle ich meine Angelmethode. In einigen dieser Gewässer befindet sich nur eine solche Stelle. Die ist dann ein paar 100 m² groß. Das bedeutet, dass ich mit Crankbaits die Fläche zu schnell abgefischt hätte. Minnows sind hier schon deutlich effektiver. Wenn ich allerdings noch langsamer fischen möchte, greife ich zu künstlichen Würmern, die ich praktisch auf der Stelle anbieten kann.

SAM_0249.jpeg

Auf meinen Schwarzbarschreisen haben sich gerade besonders stark gesalzene Modelle sehr gut gemacht. Mit dem Yammi 500 habe ich die ideale Lösung gefunden. Er hat die für normale Flussbarsche passende Größe und ist zudem randvoll mit Salz. Da ich in der kalten Jahreszeit die Fische bodennah erwarte, fällt weightless weg. Es kommen also kleine Gewichte an das eine Ende des Gummiwurms zum Einsatz. Befestigt wird das ganze dann einfach über einen kleinen Haken. Je nachdem ob in dem flachen Wasser Kraut vorhanden ist, kann man diesen auch gleich mit einem Weedguard wählen.

SAM_0250.jpeg

Zum Fischen an sich, nutze ich die Pepper als Baitcasterversion. Mit ihren 210 cm, und entsprechender Rolle die auch leichte Gewichte beherrscht, kann ich das Köderkonstrukt gleichmäßig beschleunigen und ein zu schnelles Ausreißen des Gummiwurms verhindern. Die Rute besitzt eine sehr weiche Spitze und ist für diese Art der Angelei geradezu prädestiniert. Immerhin halte ich die ganze Zeit die Schnur gestrafft, was bei einer zu harten Rute dazu führen würde, dass der Fisch den Köder nicht einsaugen kann. Nachdem der Köder also am Boden ist, wird dieser wahlweise mit kleinen Pausen über den Boden geschliffen.

SAM_0237.jpeg

Bei einem Biss, welchen ich durch den hochmodulierten Blank super erfühlen kann, schlage ich nicht direkt an. Das führt nämlich meistens dazu, dass ich den Fisch nicht hake und zudem den Köder verliere. Man ist in der Situation besser beraten, den Fisch den Köder in Ruhe aufnehmen zu lassen. Er wird ihn aufgrund des ganzen Salzes nur in den seltensten Fällen wieder loslassen. Erst wenn die Schnur anfängt zu wandern, setze ich einen mittleren Anhieb.

SAM_0251.jpeg

Wer so langsam fischt, sollte auf jeden Fall immer den Finesse-Gedanken im Hinterkopf behalten. Die Präsentation ist extrem langsam und die Fische bekommen sehr viel Zeit den Köder zu mustern.
Da kann manchmal ein Einhänger schon zu viel des Guten sein. Manchmal können bereits Kleinigkeiten den Unterschied machen.

Tight Lines
Stefan
 

 

In der selben Rubrik :

Ultra-Light auf Mefo ( 9 May 2016)

Der Scissor Comb in Aktion (14 Mar 2016)

Winterzeit ist Wobblerzeit (28 Jan 2016)

Der Generalist (30 Dec 2015)

In der selben Rubrik :

Vom selben Autor :

Ultra-Light auf Mefo ( 9 May 2016)

Der Scissor Comb in Aktion (14 Mar 2016)

Winterzeit ist Wobblerzeit (28 Jan 2016)

Der Generalist (30 Dec 2015)

Tipps

PROSHOPS

illex